Teil- oder Vollkasko: Welche Versicherung passt zu Ihrem Fahrzeug?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung entschädigt lediglich den Unfallgegner, während Kaskoversicherungen auch Schäden am eigenen Fahrzeug übernehmen. Ob eine Teilkasko oder eine Vollkasko die bessere Wahl ist, hängt vom Wert und Alter des Autos und dem individuellen Sicherheitsbedürfnis des Halters ab.

 

Die Teilkasko ersetzt Schäden, die durch äußere Einflüsse entstehen. Dazu gehören beispielsweise Diebstahl, Brand, Glasbruch, Steinschlag, Hagel und Überschwemmungen. Auch Kollisionen mit Wildtieren oder Schäden durch Marderbisse an der Verkabelung sind abgedeckt. Der Beitrag zur Teilkasko variiert je nach Fahrzeugmodell und Wohnort des Halters, da Versicherer die Tarife anhand von Typ- und Regionalklassen staffeln. Beitragsrabatt für schadenfrei zurückgelegte Jahre gibt es in der Teilkasko zwar nicht. Der Beitrag lässt sich aber durch eine Selbstbeteiligung senken, gängig sind 150 oder 300 Euro. Die Vollkasko deckt die Leistungen der Teilkasko ab und zusätzlich auch Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch selbstverschuldete Unfälle entstehen. Auch mutwillige Beschädigungen durch Dritte (Vandalismus) werden ersetzt. Der Beitrag zur Vollkasko orientiert sich ebenfalls an Typ- und Regionalklasse, jedoch gewährt der Versicherer einen Schadenfreiheitsrabatt, der mit jedem schadenfreien Jahr wächst.

 

Die Vollkasko empfiehlt sich vor allem für Neuwagen und junge Gebrauchte, da ein selbst verursachter Totalschaden hier besonders teuer wäre. Ab einem Fahrzeugalter von fünf oder mehr Jahren entscheiden sich viele Fahrer, von der Vollkasko zur Teilkasko zu wechseln, da der finanzielle Schaden bei älteren Fahrzeugen leichter zu verkraften ist. Wer bereits einen hohen Schadenfreiheitsrabatt aufgebaut hat, stellt oft allerdings fest, dass die Differenz zwischen Teil- und Vollkaskobeitrag nur gering ausfällt – in diesem Fall bleibt der Vollkaskoschutz auch für ältere Autos sinnvoll.

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